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Katholische Kirche zwischen Prignitz und Havelland
Wappen des Bistums Havelberg
Hoch über der Havel erhebt sich der Dom zu Havelberg mit seinem mächtigen Westwerk. Er wurde 1170 konsekriert und war in seiner heutigen Gestalt um 1330 fertig gestellt. Das dazu gehörige Bistum wurde allerdings schon 948 von Otto I., dem späteren deutschen Kaiser, gegründet, einige Chronisten nennen auch das Jahr 939. Fest steht jedenfalls, dass von hier aus den Stämmen der Heveller und Sprewanen zwischen Elbe und Oder der christliche Glaube vermittelt werden sollte.
MEYENBURG/PRITZWALK – Gespannt warteten gestern die Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Meyenburg auf ihren prominenten Gast: der Berliner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bereiste zum ersten Mal die Prignitz seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr. „Zuvor bekamen die Gläubigen aus der Prignitz ihren neuen Hirten nur über das Fernsehen zu sehen“, so Mathias Faustmann, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz.
Nach seiner Ankunft in Meyenburg wurde Kardinal Woelki, der in Begleitung von Mathias Faustmann unterwegs war, erstmal durch die Räume des Landjugendhauses geführt. Das einstige Pfarr- und Gemeindegebäude wurde von Mitgliedern der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) saniert und kann seit zwei Jahren als Begegnungs- und Lerneinrichtung von Jugendlichen genutzt werden. „Ich finde gut, was hier geschaffen wurde“, zeigte sich Kardinal Woelki beeindruckt, „da steckt auch viel Verantwortung drin.“
Mitglieder der KLJB zeigten dem Besucher auch den weitläufigen Garten hinter dem Landjugendhaus und erklärten den ökologischen Ansatz sowie weitere Bauvorhaben der Einrichtung. „Ich finde es gut, dass er gleich zu Beginn seiner Amtszeit Regionen besucht, die sonst nicht so im Fokus stehen“, sagte Franziska Zanud von der KLJB.
Von Meyenburgs Amtsdirektorin Katrin Lange und ihrem Vorgänger Christian Kaim erfuhr der Gast zudem einiges über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. Dabei konnte eine zufällige Verbindung hergestellt werden: „Die Regale, die hier im Möbelwerk produziert werden, habe ich zu Hause auch“, erklärte Kardinal Woelki.
Seinen Besuch hatte der Erzbischof am Mittag in Pritzwalk begonnen. Dort hatten auch die ersten Gespräche stattgefunden. „Ich habe mit Seelsorgern geredet und mich über deren Situation informiert.“ Problematisch sei vor allem der hohe Altersdurchschnitt in der katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz. Die Gemeinde erstreckt sich über Wittstock und Pritzwalk bis nach Meyenburg und hat etwa eintausend Mitglieder. „Bei der Überalterung ist es jedoch schwierig, den jüngeren vernünftige Zukunftsperspektiven aufzuzeigen“, sagte Kardinal Woelki. Das Projekt Landjugendhaus lobte er deshalb besonders.
Zum Abschluss seiner Reise nahm Rainer Maria Kardinal Woelki am Abend an einer Heiligen Messe in der Wittstocker Heiligkreuzkirche teil. Bis zum nächsten Besuch des Bischofs wird nun einige Zeit vergehen. „Ungefähr alle fünf Jahre werden die katholischen Pfarreien vom Erzbischof besucht“, erklärte Mathias Faustmann. (Von Jean Dibbert)
Bei seinem Besuch in unserer Pfarrei feierte Kardinal Woelki auch eine Hl. Messe in der Heiligkreuzkirche in Wittstock.
In seiner Predigt ging der Erzbischof auf die frohmachende und hoffnungsvolle Botschaft von der Auferstehung ein. Sie gebe dem oft orientierungslosen Menschen eine feste Zuversicht.
Nach dem Gottesdienst gab es Gelegenheit, dem Erzbischof persönlich zu begegnen. Besonders lobte der Kardinal den Einsatz der Messdiener, die "für jede Gemeinde eine wichtige Rolle spielen".
Für das Gespräch mit den Gottesdienstbesuchern nahm sich der 55-jährige Oberhirte viel Zeit. Es war sein erster Besuch in der Prignitz. Dementsprechend aufmerksam hörte er Diasporakatholiken zu.
Herzlich wurden vom Kardinal die Kinder nach dem Gottesdienst eigens begrüßt.
Am Abend traf der Erzbischof mit den Gremien des Kirchenvorstandes und des Pfarrgemeinderates zusammen. Bei dieser Gelegenheit wurden Zukunftsperspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten der Prignitzer Kirchengemeinden erörtert.
Die Senioren des Dekanates sind wieder herzlich zu einem Einkehrtag in Heiligengrabe eingeladen. Er findet statt am Montag, dem 16. April 2012 in der Zeit von 9.30 Uhr bis 16 Uhr. Bitte melden Sie sich für diese Veranstaltung über Ihr Pfarrbüro oder die ausliegenden Listen an.
Aufruf der deutschen Bischöfe zur Solidarität mit den Christen im Heiligen Land (Palmsonntagskollekte 2012)
In den Gottesdiensten am Palmsonntag gedenken die Katholiken in Deutschland auch in diesem Jahr wieder der Christen im Heiligen Land. Nach wie vor bedürfen sie unserer besonderen Solidarität und Ermutigung.
Das Jahr 2011 war für die Menschen im gesamten Nahen Osten eine bewegte Zeit. Im so genannten „Arabischen Frühling“ entledigten sich die Völker in Tunesien, Ägypten und Libyen ihrer jahrzehntelangen Herrscher. In anderen Staaten der Region hält der Widerstand gegen Unterdrückung und Korruption an. Der mutige Einsatz gegen ungerechte und ausbeuterische Systeme findet weltweit zu Recht große Anerkennung. Aber noch ist offen, wohin die Reise dieser Revolutionen geht. Mancherorts ist anfängliche Euphorie in Ernüchterung umgeschlagen. Besonders der Aufschwung radikaler Islamisten wird von vielen, besonders auch von den Christen und anderen religiösen Minderheiten mit großer Besorgnis gesehen.
Die Umwälzungen in der Region und die damit verbundenen Unsicherheiten wirken sich auch auf den weiter ungelösten Konflikt zwischen Palästinensern und Israelis aus. Vorerst aber ist noch nicht absehbar, ob unter den Palästinensern freiheitlich-gemäßigte oder islamistische Kräfte von den neuen Entwicklungen profitieren werden. So bleibt auch die Lage der Christen im Heiligen Land prekär. Nicht wenige befürchten, dass sich die Dinge für sie zum Schlechteren verändern könnten.
Aber gerade in Zeiten der Ungewissheit bietet der Glaube an Christus Halt und Kraft. Dieser Glaube kann gestärkt werden durch unsere Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht. So rufen wir am diesjährigen Palmsonntag die Katholiken in Deutschland wiederum dazu auf, der Kirche im Ursprungsland unseres Glaubens im Gebet zu gedenken und die kirchlichen Einrichtungen vor Ort großzügig zu unterstützen. Die Palmsonntagskollekte trägt dazu bei, Mittel für den schwierigen Dienst der Kirche in dieser Region bereit zu stellen. Den Christen soll geholfen werden, menschenwürdig in ihrer Heimat zu leben und ihre Marginalisierung in der Gesellschaft zu überwinden.
Einmal mehr ermutigen wir Kirchengemeinden und Gruppen, Pilgerreisen ins Heilige Land zu unternehmen. Der Kontakt mit den christlichen Gemeinschaften vor Ort und persönliche Begegnungen sind unverzichtbare Hoffnungszeichen für unsere Brüder und Schwestern, die ihren Glauben in schwieriger Lage bezeugen.
[188. Sitzung des Ständigen Rates der Deutschen Bischofskonferenz am 23./24. Januar 2012 in Würzburg-Himmelspforten]
Aus Anlass der Kardinalserhebung von Erzbischof Rainer Maria Woelki lädt das Erzbistum Berlin zu einem Dankgottesdienst am 18. März 2012, 16:00 Uhr, in die St. Hedwigs-Kathedrale ein.
Bei einem anschließenden Empfang in der Hauptstadtrepräsentanz der Deutsche Telekom AG, Französische Straße 33 a-c, besteht die Gelegenheit, Kardinal Woelki persönlich zu gratulieren.
Bereits am Dienstag, dem 13. März 2012, wird Kardinal Woelki bei einem Mittagessen den Anlass mit bedürftigen Menschen begehen. Das Mittagessen in den Räumen des Malteser Hilfsdienstes wird in Zusammenarbeit mit dem Diözesancaritasverband organisiert und soll deutlich machen, das Kardinal Woelki seinen Titel auch als Würdigung aller Menschen in der Hauptstadt versteht.
Kardinal Woelki knüpft damit an die alte Tradition des Bischofs als „Pater Pauperum“, als Vater der Armen, an.
Im feierlichen Konsistorium vom 18. Februar 2012 nahm ihn Benedikt XVI. als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giovanni Maria Vianney in das Kardinalskollegium auf. Damit ist Woelki der jüngste Kardinal.
„Jetzt macht der Woelki Karriere, erst Erzbischof in der Hauptstadt, dann Gastgeber für den Papst und jetzt auch noch Kardinal, mal sehen was noch kommt!“ – so oder so ähnlich rauscht es im Blätterwald, seit mich der Heilige Vater am 6. Januar in das Kardinalskollegium berufen hat. Und dann bin ich auch noch der Jüngste im Kreis der Kardinäle! Übrigens: Auch eine interessante Erfahrung, mit 55 Jahren noch einmal in einer Runde der Jüngste zu sein.
Aber der Woelki macht keine Karriere! Ich bleibe, wofür ich nach Berlin gekommen bin: Erzbischof von Berlin – für die Berlinerinnen und Berliner. Und auch den Titel Kardinal nehme ich nicht für mich persönlich.
Berlin ist neben Köln und München das dritte deutsche Bistum, das traditionell mit der Kardinalswürde verbunden ist. Wenn der Berliner Erzbischof also jetzt Kardinal wird, dann ist das vor allem auch eine Auszeichnung für die Berlinerinnen und Berliner, für die deutsche Hauptstadt und für die Katholiken, die in der DDR ihren Glauben bekannt und von Christus Zeugnis gegeben haben.
Am Karnevalswochenende werde ich in Rom offiziell unter die Kardinäle aufgenommen, ab dann trage ich einen roten Talar.
Ich glaube nicht, dass mir rot besonders gut stehen wird. Die rote Farbe wurde aber auch nicht aus modischen Überlegungen ausgewählt. Die Farbe Rot ist eine ernste Sache, sie steht für das Blut der Märtyrer, die für ihre Glaubensüberzeugung gestorben sind. Märtyrer, das heißt zu Deutsch Zeugen. Und Zeugen für seinen Glauben zu sein, dafür muss man nicht Kardinal werden und einen roten Talar tragen. Dazu ist jede und jeder aufgerufen!
Auch insofern nehme ich die Auszeichnung nicht nur für mich an. Die Kardinalswürde bedeutet für einen Bischof auch Verantwortung, ja manchmal sogar Last. Deshalb bitte ich alle, mir diese Last zu erleichtern und mich in der Verantwortung für Kirche und Glauben in Berlin zu unterstützen.
Papst Benedikt XVI. hat heute in Rom Erzbischof Dr. Rainer Maria Woelki zum Kardinal ernannt. Das Konsistorium für die Kreierung zum Kardinal ist für den 18./19. Februar 2012 in Rom vorgesehen.
Für Erzbischof Woelki ist die Ernennung Ehre und Ermutigung zugleich:
„Dass der Heilige Vater mich in das Kardinalskollegium berufen hat, ist für mich, aber auch für das Erzbistum Berlin und die katholische Kirche in Deutschland eine große Ehre. Damit würdigt Papst Benedikt nur wenige Monate nach seinem Besuch im Erzbistum Berlin auch die Bedeutung von Berlin als der deutschen Hauptstadt und Sitz der Bundesregierung. Ich nehme es auch als Ermutigung für alle Katholiken, die in der Diaspora leben. Ich muss gestehen, dass ich die Ernennung so kurz nach den ereignisreichen ersten Monaten in Berlin nicht erwartet hatte.
Es ist kein Zufall, dass Kardinäle rot tragen, es soll mir eine stete Mahnung sein. Die rote Farbe erinnert an das Blut der Märtyrer, an die, die als Zeugen für ihren Glauben an den gekreuzigten und auferstandenen Christus gestorben sind. „Nos sumus testes“, habe ich mir zum Wappenspruch gewählt, daran wird mich künftig auch das Kardinalsrot erinnern.
In diesem Jahr erinnert sich die Kirche an die Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vor 50 Jahren durch Papst Johannes XXIII.. Das Konzil hat Christus als das „Licht der Völker“ und die Kirche „in Christus gleichsam als Sakrament, das heißt Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott wie für die Einheit der ganzen Menschheit“ (LG1) bezeichnet. Ich verstehe die Ernennung zum Kardinal für mich persönlich und das mir anvertraute Erzbistum als Herausforderung, genau dies wieder und immer wieder zu bezeugen.“
Allen Besuchern wünschen wir von Herzen frohe und gesegnete Weihnachten!
Die Weihnachtsgottesdienste in Kyritz und Neustadt finden Sie hier. Wann man die Gottesdienste zu Weihnachten in Wittstock, Pritzwalk und Meyenburg besuchen kann, ist hier ersichtlich. Wer zu Weihnachten in Perleberg, Wittenberge, Havelberg, Bad Wilsnack oder Lenzen zur Kirche gehen möchte, findet die Zeiten hier.
Auch im kommenden Jahr möchte ich als Dekan des Dekanates Wittenberge gern mit Ihnen verreisen. Auf unserer Frankfurtfahrt in diesem Jahr ist die Idee geboren worden, einmal das Baltikum zu besuchen – kulturelle und christliche Wurzeln zu erkunden, in der Gemeinschaft Freude zu erleben und Kraft für den Alltag zu tanken. Die Reise findet statt vom 7. bis 17. August 2012: 11 Tage mit dem modernen Reisebus durch Polen ins Baltikum.
Ich habe zwei Angebote, die sich durch die Intensität an jeweiligen Schwerpunkten unterscheiden.
Eine detaillierte Reisebeschreibung folgt später.
Reise 1
Reise 2
1. Tag:
Anreise/Danzig kurz/1 Ü
Anreise/Danzig/2 Ü
2. Tag
Danzig-Trakai-Vilnius kurz/1 Ü
Führung Gdynia/Sopot/Danzig
3. Tag
Vilnius indiv.-Rundale-Riga 2 Ü
Reise Danzig-Vilnius
4. Tag
Führung Riga/indiv.
Vilnius/nm indiv. + Gemeinde
5. Tag
Riga-Pärnu-Rocca al Mare-Tallinn
Vilnius-Klaipeda-Nehrung-Klaipeda
6. Tag
Führung Tallinn/indiv.
Klaipeda-Palanga-Riga
7. Tag
Tallinn-Tartu-Cesis-Sigulda
Führung Riga-Tallinn
8. Tag
Sigulda-Palanga-Klaipeda
Stadtführung Tallinn/nm Indiv.
9. Tag
Klaipeda-Nidden-Nehrung-Klaipeda
Tallinn-Riga-Kaunas
10. Tag
Klaipeda-Kaunas mit Führung – Allenstein
Führung Kaunas-Torun
11. Tag
Allenstein-Perleberg
Torun-Perleberg
Preis pro Person DZ/HP
998,00 €
1059,00 €
Einzelzimmer Zuschlag
230,00 €
261,00 €
Reiseversicherung
40,00 €
selbst
Indiv. = Zeit zur freien Verfügung + evtl. Gottesdienst oder Gemeindekontakt (werden noch vorbereitet). Der Reisepreis bezieht sich auf 25 Teilnehmer mindestens. Sind es mehr, wird es billiger. Der Unterschied bei den Reisen ist folgender: Bei Reise 1 ist der Aufenthalt in Danzig und Vilnius sehr kurz, aber die kurische Nehrung ist dabei (erholsamer Tag). Bei Reise 2 ist der Aufenthalt in Danzig ausführlicher und auch ein Tag auf der kurischen Nehrung dabei (erholsamer Tag).
Wer hat Interesse mit zu fahren? Welche Reise würden Sie bevorzugen?
Geographisch liegt das Dekanat Wittenberge im äußersten Nordwesten des Landes Brandenburg in den Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin und teilweise im Bundesland Sachsen-Anhalt.
Mit der Gründung des Bistum Havelberg im Jahr 948 beginnt die Geschichte des Christentums in diesem Gebiet. Nach einer wechselvollen Geschichte gibt es seit etwa 1850 wieder katholische Christen in der Region.
Unsere drei katholischen Pfarrgemeinden in Wittenberge, Kyritz und Wittstock begrüßen Sie herzlich.